FRANKFURTER RUNDSCHAU, JULI 2018


EIN RUNDGANG MIT DEM ARCHITEKTEN CHRISTOPH MÄCKLER, VORSITZENDER DES GESTALTUNGSBEIRATS DURCH DIE NEUE FRANKFURTER ALTSTADT
Mäckler führt mich zu seinem Favoriten, zu dem Haus im Quartier, das er für besonders bemerkenswert hält. Es ist ein Eckgebäude des Hühnermarktes mit dem schönen Namen "Neues Paradies", konzipiert von den Architekten Johannes Götz und Guido Lohmann. Schwarzer Schiefer bedeckt die Fassade auf einem Sockel aus rötlichem Main-Sandstein. Elegant und klassisch wirkt das Haus, ganz in Mäcklers Sinn. "Und schauen Sie nur die hohen Fenster, das ist sehr gelungen."



FAZ, MAI 2018
BEITRAG ÜBER DIE NEUE FRANKFURTER ALTSTADT


Auf der Ostseite des Hühnermarkts steht mit dem Nachfolger des "Neuen Paradieses" der vielleicht markanteste Neubau des Dom-Römer-Areals. Er hat keinerlei Ähnlichkeit mit dem klassizistischen Vorgängerbau, der ziemlich banal ausgefallen war, sondern stellt eine sehr eigenwillige Interpretation der Vorgaben der Gestaltungssatzung dar. Die Architekten haben die Fassade mit Ausnahme des Sockels komplett verschiefert und die Fenster vertieft angebracht. Die Befürworter der Gestaltungssatzung verweisen gern auf dieses Haus, um darauf hinzuweisen, wie viel Spielraum diese Satzung läßt.



DAM PREIS FÜR ARCHITEKTUR IN DEUTSCHLAND
SHORTLIST, HAUS KALLEN


Die Eigentümer des in vierter Generation geführten Spargel-, Erdbeer- und Kartoffelhofs wollten ein Wohnhaus bauen - für zwei Parteien, drei Generationen und ja, an einem Ort, an dem man planungsrechtlich gesehen nur sehr eingeschränkt wohnen darf: Mitten auf dem Acker, unweit zweier stattlicher Produktionshallen sollte das Eigenheim platziert werden, ohne dabei wie ein aufs Land verschicktes Katalogdoppelhaus mit Wärmedämmverbundsystem auszusehen.

Der Herausforderung, einerseits den klotzigen Produktionshallen ein starkes Volumen entgegenzusetzen, andererseits die geringe planungsrechtlich zulässige bebaubare Fläche nicht zu überschreiten, begegnen die Architekten mit der Hofhaus-Typologie. Dass diese wie eine Reminiszenz an traditionelle, regional verbreitete Vierkanthöfe erscheint, bestärkte sie in ihrer Entwurfsentscheidung ebenso wie auch, dass sich so ein gemeinsamer, halböffentlicher Außenraum ergibt, um den herum sich relativ flexibel die Grundrisse der Wohnungen anordnen lassen.

Die zweigeschossige Fassade mit ihrer unverkennbar in Oswald Mathias Ungers`scher Stilistik austarierten Lochöffnungen ist rundherum durch Wittmunder Torfbrandklinker bekleidet.
Einen feinen architektonischen Exkurs liefert schließlich ein kleiner Gartenpavillon. Der von einer breit hervorkragenden Dachkrempe gesäumte Bau - eine Fantasie über Frank Lloyd Wrights Prairie Houses? - erschafft einen dritten Ort jenseits von Hof und Haus. Von seinem erhöhten Fundament aus kann man meditativ dem Weizenmeer beim Wachsen zuschauen oder auch nur den Blick der Muße über die Weite der niederrheinischen Prärie schweifen lassen.



MARK MAGAZIN 71, DEZ. 2017
BEITRAG ÜBER DIE ALTSTADT FRANKFURT, NEUES PARADIES


Oft the 35 buildings stretching from Römerberg on the west side to Domplatz on the east, 15 are being reconstructed as close ti the original as possible, mainly using pictures of their historical predecessors. A competition was held in 2011 for the remaining 20 buildings, asking fpr an individual design of each and every building, connecting it in some way to the historical examples. A visit to the site in 2017 shows that these extremely reticently designed buildings seem to be hiding among the reconstructions with their curlicues. The new may obviously not be too conspicuous, or it could run the chance of being torn down again.
An exception is Neues Paradies, the striking corner building by cologne architects Johannes Götz and Guido Lohmann, that stands out with its folded slate-clad facades. It is the only example in the new area where the architects have actually created something new, competently and even with a little humour. At the same time, it plays so deftly with references to the past, that passers-by may find it hard to guess whether it is a reconstruction or an original design.



AUSZEICHNUNG GUTER BAUTEN 2017 DES BDA DÜSSELDORF
ANERKENNUNG FÜR HAUS KALLEN


Weithin sichtbar stellt der kantige, fast trutzige Baukörper aus ortsüblichem Ziegelmauerwerk eine deutliche architektonische Setzung dar. Sorgfältige Details und sinnvolle auf die Bedürfnisse der Nutzer abgestimmte Raumfolgen bestimmen das Bild sowie schöne Ausblicke und Durchblicke an interessanten Stellen. Ein faszinierender Dialog. Zwischen einer Architektur mit streng gestalteten typologischen und traditionellen Bezügen und einem besonderen Ort und einer im besten Sinne bodenständigen aber auch ganz in der heutigen Zeit verwurzelten sehr sympathischen Bauern-Großfamilie



25 ELEGANTE WOHNHÄUSER
HOLGER REINERS – BEITRAG ÜBER HAUS JAX


Der Beschrieb des Hauses enthält allein sachliche Informationen, verweist nur auf die wesentlichen Elemente des Entwurfes und wie diese auf die Wünsche der Auftraggeber antworten. Es ist diese Selbstverständlichkeit mir der die Architekten stets ihre Projekte realisieren – ohne große Gesten, keine Trendarchitektur, sondern genau die Solidität in Entwurf und Umsetzung, die schon immer das Spezifikum einer werthaltigen Wohnhausarchitektur waren und deren Bestand das Auge des Betrachters so nachhaltig erfreut. Das Bewusstsein, in der baugeschichtlichen Kontinuität zu stehen, verleiht den Häusern dieser Architekten stets eine so anerkennenswerte Architektursprache in der Großform wie im individuellen Detail – nur so entsteht auch beim Bauen wirkliche Eleganz.



HÄUSER AWARD 2015
AUSZEICHNUNG FÜR DAS EIGENE HAUS


Prägend wirken auch in diesem Haus die besonnene Arbeitsweise des Architekten, die überlegten Details und Einbauten, der ausgeprägte Sinn für das Angemessene, die planerische Sorgfalt. Nur ihr verdankt der Bau seine neue, alte Klasse.



KFW-AWARD 2014
RENAISSANCE DES REIHENHAUSES


5. Preis für Wohn- und Geschäftshaus in Bitburg
Das Haus in Bitburg bereichert mit seiner gestalterisch hochwertigen Fassade einen wichtigen Stadtplatz und schließt dort eine Lücke in der Reihe. Seine 15 Mietwohnungen haben wie im klassischen Reihenhaus jeweils Fenster nach vorn und hinten zum ruhigen grünen Innenhof. Das Haus zeichnet sich durch wertvolle Materialien, sorgsame Handwerksarbeit und großzügige, vielfältige Wohnungsgrundrisse aus. Im Erdgeschoss bietet es Gewerberaum, die die Stadt beleben kann.(Quelle: WELT / Stefan Pütze)



ARCHITEKTURPREIS REINERS STIFTUNG
VILLA 2014


Auszeichnung für Haus Krenn
Das hier mit Bedacht zu den besten gehörende vorgestellte Haus wurde von den Architekten Götz und Lohmann für eine fünfköpfige Familie geplant - auf einem Bauplatz mit breiter Ausrichtung an einer Hangkante mit unverdauter Aussicht - in Südlage. Bei den inzwischen schon vielen Bauten dieses Büros fallen stets die drei Aspekte ihrer Architektur ins Auge: eine bestechend-architektonische Intellektualität, eine alle Sinne ansprechende Form und Materialität sowie eine nicht dominieren wollende, ganz selbstverständliche dastehende Würde. All diese Häuser sind Unikate, die aus einer gründlichen Anamnese der Bedürfnisse ihrer Auftraggeber abgeleitet sind, man könnte auch sagen, dass die Architektur von Götz und Lohmann ihre gebauten Portraits sind - nicht als Abbild, sondern als Haltung und Selbstverständnis. Es sind Häuser, die auf den schnellen Effekt verzichten, um in ihrer Ausstrahlung das zu versinnbildlichen, was si eindeutig für künstlerische Qualität steht - für gekonntes Handwerk vom Entwurf, über die Bauabnahme bis zu einem langen, würdevollen Gebrauch ohne silliche Abnutzungserscheinungen.



STAATSPREIS 2013 IN RHEINLAND-PFALZ
FÜR WOHN- UND GESCHÄFTSHAUS IN BITBURG


Das Gebäude überzeugt in einem städtebaulich reichhaltigen Umfeld durch seine sich einpassende und unterordnende Haltung, die aber nicht devot ist. Man akzeptiert das Umfeld und setzt sich auf angenehme Art und Weise mit ihm auseinander – ohne sich anzubiedern. (...)



ARCHITEKTUR-PREIS REINERS STIFTUNG
DAS LANDHAUS 2011
AUSZEICHNUNG FÜR HAUS ERSFELD


(...) Die feinfühlige Selbstverständlichkeit des Gesamtkonzeptes der Bebauung dieses eher unspektakulär, aber schönen Grundstücks, prägt auch das Innere des Hauses: sorgsam aufwändig detaillierte Innenausbaues, von Tischlern individuell gefertigt, schaffen im Zusammenklang mit den Sandstein- und Eichenböden einen hochwertigen Dreiklang in den Wahrnehmungsebenen: Das kraftvoll Dominante des Baukörpers in seiner formalen Vielschichtigkeit findet die selbstverständliche Entsprechung im Inneren. Das Einfamilienhaus als Gesamtkunstwerk – gibt es das noch? Ja, und es setzt ein Zeichen der Hoffnung für den Landhausbau.
Erst wenn sich Architektur nicht auf den ersten, sondern den zweiten, den dritten und vierten Blick erschließt, wird sie dem Anspruch nach hoher, komplexer Qualität gerecht. Plakate haben einen anderen Anspruch, Mode auch – und genau da unterscheidet sich das Niveau. (...)



HÄUSER 3/2011


Manche Häuser springen ins Auge, so auffällig sind sie. Sie brüllen geradezu: Sieh! Mich! An! Solche Häuser würden Johannes Götz und Guido Lohmann wohl nie bauen. Die Projekte der Kölner Architekten fallen erst auf den zweiten Blick auf – wenn überhaupt.
Am Haus Constantin in Frankfurt zum Beispiel, einem aufwendig sanierten Doppelhaus aus dem Jahr 1913, könnte man glatt vorbeischlendern, derart selbstverständlich und unaufgeregt steht der Bau an der ruhigen Wohnstraße. (...)
(...) Trotz der teils tiefen Eingriffe in Substanz und Struktur hat der Bau von 1913 nichts von seinem Charakter verloren. Das liegt vor allem an der feinsinnigen Gestaltung der Details, die sich fast durchweg an traditionellen Vorbildern orientieren: vom raffinierten Zuschnitt des Granits im Außenbereich über die Neigung zu Symmetrien bis hin zu den makellosen Wandverkleidungen, die den Räumen eine emotionale Temperatur verleihen, die man sonst fast nur aus Altbauten kennt.
Das alles läßt das Haus Constantin vergleichsweise unspektakulär erscheinen, aber es könnte ein Schritt sein zu einer Architektur, die viele Vorurteile gegen das zeitgenössische Bauen widerlegt.
Heinrich Wefing



KÖLNER ARCHITEKTURPREIS 2010
ANERKENNUNG FÜR DAS HAUS ROLLINGER


Zwischen dem Banalen und dem Spektakulären gibt es eine Architektur, bei der man stutzt. Das Haus Rollinger ist ein Prototyp für diese subtile Überraschung. Gelegen in einer ruhigen Wohnstraße in grüner Nachbarschaft mit zahlreichen Bausparkassen-Häuschen der Nachkriegszeit, formuliert die Architektur von Johannes Götz und Guido Lohmann eine widerborstige Anpassung. Umriss, Bestandteile und Materialien des Gebäudes fügen sich scheinbar ideal in die steile Satteldach-Idylle deutscher Kleinbürgerhütten. Der Geist des Hauses verspricht aber in Details und der Präzision der Ausführung eine völlig andere Ambition. Der Archetyp des deutschen Einfamilienhauses mit Garten erfährt eine asketische Umsetzung. (...)
Der Innenausbau bricht schließlich vollständig mit der Atmosphäre deutscher Gemütlichkeit und Gelsenkirchener Barock, die man unterm Satteldach vermutet, und ist gestaltet wie die fließenden Räume moderner Bungalowarchitektur. (...)



BDA-ARCHITEKTURPREIS RHEINLAND PFALZ 2009
AUSZEICHNUNG FÜR HAUS ERSFELD


Das für ein Einfamilienhaus sehr große Raumprogramm wird durch die ortstypische Materialwahl von Putz, Sandstein und Schiefer, vor allem aber durch die Proportionen von Dach und Fassade äußerst maßstäblich in seine Umgebung in der Eifel eingefügt.Was man von außen nur erahnen kann, entpuppt sich im Inneren als ausgeklügeltes System von eleganten, großzügigen Raumsequenzen. Die Wahrnehmung dieser Räume und die mit sicherer Hand ausgewählten Materialien des Innenausbaus lassen das Haus für seine Bewohner jeden Tag neu zum Erlebnis werden.



FRITZ-HÖGER PREIS 2008 FÜR BACKSTEIN-ARCHITEKTUR
AUSZEICHNUNG FÜR HAUS POHLMANN


"Das Haus Pohlmann strahlt Respekt vor der regionalen Geschichte eines gewachsenen Umfeldes aus den 50er Jahren aus. Daß es ein Neubau ist, ist für den Betrachter erst auf den zweiten Blick erkennbar."



ARCHITEKTUR-PREIS REINERS STIFTUNG
SPEKTAKULÄRE HÄUSER 2008


Auszeichnung für Haus Schützendorf
(...) Es ist den Architekten gelungen, dem relativ geringen Volumen des Gebäudes und seinem begrenzten Flächen-angebot eine in der Wahrnehmung ungewöhnliche Groß-zügigkeit nach innen zu vermitteln, die durch die sonst nur im Schiffbau gepflegte Komprimierung und sorgfältige Detaillierung des Ausbaus wirkt, ebenso wie nach außen durch die gestische Schichtung des Gebäudes, das gleichsam erhobenen Hauptes selbstbewusst über der Straße erscheint, ohne auch nur im Geringsten den Betrachter einschüchtern zu wollen. Hier wurde eine auf den ersten Blick kleine Bau-aufgabe in großer Verantwortung gegenüber dem Auftrag-geber, der Grundstückssituation und der Nachbarschaft großartig gelöst. Vorbildlich – für Bauherren und Architektenkollegen gleichermaßen. (...)



STAATSPREIS 2007 IN RHEINLAND-PFALZ


Auszeichnung für Haus Schützendorf
(...) Der Zugang von der Straße durch einen kleinen Aus-schnitt in der vier Meter hohen Weinbergsmauer in das Untergeschoss des Hauses löse das Problem des Grund-stückes – die Erschließung. Das Thema Weinberg setze sich im architektonischen Gesamtkonzept konsequent durch, auch mit Mauern und Abtreppungen quer durch das Haus. Die zeitgemäße Architektursprache stehe im Kontext mit dem Vorgefundenen, die alte lange Bruchsteinwand werde Bestandteil des neuen Hauses. Dieses Objekt sei ein innovativer Beitrag zur Erhaltung von alten Wohngebieten durch Belebung mit Neubauten auf höchstem architektonischem Niveau, lobte die Jury. (...)



HÄUSER 6/2007


Haus Ersfeld
Manche Häuser begeistern durch räumliche Vielfalt, andere durch Klarheit. Haus Ersfeld im Eifelörtchen Speicher gelingt beides. Das Verblüffendste aber: Der weiße Baukörper mit ortstypischem Schieferdach fügt sich in die weichen Hügel, als habe er schon immer dort gestanden. Dabei schufen die Kölner Architekten Johannes Götz und Guido Lohmann einen zeitgemäßen Neubau- der die Qualitäten ländlicher Bau-tradition anerkennt: den sensiblen Umgang mit Innen- und Außenraum, die exquisite zweckmäßige Materialität. Und die Angemessenheit an den Ort, an dem dieses Haus auch eine Heimkehr markiert. (...)



GESTALTUNGSPREIS DER WÜSTENROT STIFTUNG 2006


Umbau im BestandAnerkennung für Haus Berger-Gebhard
(...) Ein kleines Haus. Eine übersichtliche Aufgabe. Architekt und Bauherren nehmen das Haus an und entwickeln es im besten Sinne weiter. Ergebnis: geringe Eingriffe, große Qualitätssteigerung. Bravo. (...)



HÄUSER 5/2006


Haus Berger-Gebhard
Was die Bauherren (...) vorfanden, war das baufällige Relikt eines grauen Mehrfamilienhauses. Götz' Entwurf erspürt darin die Substanz, verleiht ihr neue Stabilität.(...)Selbst dieses Detail fügt sich ein, weil sich hinter Götz' Entwurfshaltung eben nicht Ideologie, sondern Gespür für das zeitlos Zweckmäßige verbirgt. Oder, wie die als Mode-journalistin tätige Beate Berger die glückliche Zusammen-arbeit umschreibt: "Wir teilen einfach die bewährte Ansicht, dass Stil durch Reduktion entsteht." Und Funktionalität, das beweist dieser Umbau, zuweilen auch. (...)



ARCHITEKTUR-PREIS REINERS STIFTUNG
DIE VILLA 2005-2006


Auszeichung für die Häuser Schumacher und Murges
(...) Überzeugender lässt sich die Tradition der Villen-architektur zeitgenössisch kaum umsetzen. (...)Hier handelt es sich nicht um experimentelle, sondern um Sehnsuchtsarchitektur, die den Wunsch nach physischer Beständigkeit und formaler Langlebigkeit demonstriert. Ein solches Haus kann man sich nicht übersehen – schließlich ist Architektur kein Modeartikel. (...)Nicht die Größe macht ein Haus zur Villa, sondern sein architektonisches Raffinement – man kann es auch Aura nennen. Sie herzustellen, bedarf es der besonderen kultivierten Kennerschaft. Hier haben sich Bauherr und Architekten ganz offensichtlich kongenial ergänzt. (...)



VORBILDLICHE BAUTEN IN NRW 2005


Auszeichnung für Haus Murges
(...) Lebhaft gegliedert entwickelt sich der Baukörper zum Garten hin, der Wechsel glatter Putzflächen mit Fenster-bändern und kräftigen Einschnitten bestimmt die in schlichtem Weiß gestaltete Gebäudeskulptur. Vorbildlich ist ebenfalls die Innengestaltung, die geprägt ist von wenigen Materialien. Neben Putz und Steinflächen dominieren groß-flächige Wandverkleidungen aus Eichenpaneelen, Eichen-böden, Türen und vielfältige Einbauten. In dieser Architektursprache ist ein nicht transluzierbares Gebäude gelungen. Durch die handwerkliche Präzision verschiedener Innenraumbeziehungen ist eine ganz besondere Nutzerqualität hervorgebracht worden. (...)



HÄUSER 6/2005


Auszeichnung für Haus Murges
(...) Wer die Großzügigkeit von Altbauten gewohnt ist, mag auch im Neubau nicht auf hohe Räume und einen handwerklich perfekten Innenausbau verzichten. Ein Spezialist für solche Ansprüche ist der kölner Architekt und Ungers-Schüler Johannes Götz. einer Familie in Wittlich an der Mosel baute es jetzt ein ganz und gar unspektakuläres Haus, das durch gekonnte Proportionen, ausgefeilte Details und die Harmonie ruhiger Räume überzeugt. (...)



HÄUSER 5/2004


Johannes Götz aus Köln baut Häuser nach traditionellem Vorbild, die ’sich nicht eitel in den Vordergrund drängen’. (...)
Die Qualität des Beständigen prägt seine im besten Sinne wertvollen Bauten. Dabei schöpft er aus dem Ort, aus der Analyse regionaler Typologien seine Ideen. (...)
Und wieder sind es heute selten gewordene betörend perfekte Details, die dem Haus seinen noblen Charakter verleihen. (...)



BAUWELT 20/2004


Johannes Götz und Guido Lohmann, die nach ihrer gemeinsamen Zeit bei Ungers immer wieder in loser Partnerschaft zusammenarbeiten, geht es dabei um etwas anderes als um die rückwärtsgewandte Restauration eines Stils, sie wollen die Aktualität des räumlichen Vokabulars der Moderne für den alltäglichen Gebrauch von Architektur vergegenwärtigen. (...)
Durch ihre Baupraxis und ihren persönlichen Kontakt mit dem jeweiligen Bauherrn haben die Architekten Berührungsängste abgebaut und stehen den Wünschen ihrer Auftraggeber aufgeschlossen gegenüber. Zugleich nimmt ihre Architektur ohne falsche Scham oder gekünstelte Überhöhung Anleihe bei der klassischen Moderne, ohne jedoch diese eins zu eins zu zitieren. Von Bauwerk zu Bauwerk hat sich dabei ein Detailrepertoire herausgebildet, das dem Raumprogramm entsprechend variiert wird. (...)



BAUWELT 20/2004


Die Architektur gerät dabei nie zu einem Selbstzweck, der über die Bedürfnisse der Bauherrn gestellt wird, sondern bleibt immer bewohnbar. Die Aktualität eines modernen Formenrepertoires, die sie dabei im Sinn haben, befreit sie vom Zwang zum Neuen. (...)
’Beweglich’ sind sie nicht in der Anpassung ihrer Architektur an diesen oder jenen Stil, sondern in der Formulierung einer Sprache, die weniger von einer persönlichen Handschrift geprägt ist als von der Rückbesinnung auf das Wesentliche.“